Montag, 17. Dezember 2012

Vom Pazifik zum Atlantik



Nach ganz viel Natur ist nun Kultur angesagt – mit Oaxca und vor allem den Monte Alban als Beginn, bevor wir uns in Yucatan auf die Ruinen der Maya werfen.
Der Monte Alban wurde ca. 800 v. Chr. von den Olmeken ein Stück abgetragen, um auf dem so geschaffenen Plateau eine Siedlung anzulegen. Man kann noch recht viel erkennen und sich vorstellen, wie es dermaleinst – komplett -  ausgesehen haben mag.
Faszinierend ist ein Gebäude, das nicht in die Symmetrie der Anlage passt: es war eine Sternwarte. 
Spannend sind auch behauene Steine, deren Darstellungen man noch nicht wirklich erklären kann.
Bei den Treppen der pyramidenförmigen Gebäude habe ich mich gewundert, warum die Stufen so hoch sind. Waren die Menschen nicht früher sehr viel kleiner als wir heute?  Für mich waren sie viel zu hoch – wie mögen sie die früher erklommen haben?
In Oaxaca gibt es lustige Ampeln – die für Fußgänger sind animiert. Das grüne Männchen läuft, immer schneller, je länger die Grünphase dauert. Wenn es dann richtig rennt, springt die Ampel auf Rot. Und die Luxusversion hat gar noch einen Sekundenzähler oberhalb. Um ganz sicher zu gehen….
Putzig auch: es gibt in der ganzen Provinz diese Scooter, meist sehr liebevoll dekoriert und hergerichtet. Immer sauber geputzt und ständig im Einsatz.
Die Straße von Oaxaca nach Tuxtepec ist die schönste Strecke, die wir bisher gefahren sind. Es geht durchs Gebirge, das erst mal eher alpinen Charakter hat, die Vegetation war uns recht vertraut. Nach einem Pass in über 2.900 Metern ändert es sich in einen wunderschönen üppigen Nebelwald. Mit riesigen Farnen, Farnbäumen, Flechten, Ranken und erfreulicherweise wenig Nebel, so daß man ungehindert gucken konnte.
Eine Schlange auf der Straße haben wir noch rechtzeitig gesehen, um sie nicht zu überfahren. Recht groß, dreieckiger Kopf – könnte giftig gewesen sein.
In Palenque sind wir dann bei den Maya angekommen.  Diese Stadt war komplett vom Regenwald überwuchert, ehe sie im vorigen Jahrhundert – sicher sehr mühsam – freigelegt wurde. Natürlich ist einiges restauriert worden, dennoch ist erstaunlich viel vom Ursprung erhalten. Man kann noch immer auf den meisten Gebäuden herumklettern, was die Sache natürlich interessanter macht, als die nur aus respektvollem Abstand bestaunen zu können.  Allerdings muss man deutsche Sicherheitsvorschriften außer Acht lassen, es empfiehlt sich, sehr genau zu gucken, wohin man tritt.
Wenig ausländische Touristen, mehr Mexikaner und die meisten davon junge Leute - hätten wir so gar nicht erwartet.
Nach einem Abstecher zu einem Wasserfall ein Stückchen weiter südlich sind wir nun bei  Campeche, am Atlantik – am Golf von Mexiko – angekommen.

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